Aktuelles //  Mannschaften //  Trainingszeiten //  Vorstand //  Abteilungsberichte

 

Bereits im Jahre 1885 wurde anlässlich des deutschen Turnfestes in Dresden das Faustballspiel der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit 1896 bestehen die Spielregeln, die auch heute noch zur Anwendung kommen. Deutsche Meisterschaften wurden erstmals beim Deutschen Turnfest 1913 in Leipzig ausgespielt. Seit 1960 besteht der IFV, der internationale Faustballverband. Europameisterschaften werden seit 1963 und Weltmeisterschaften seit 1968 ausgespielt. In Deutschland spielen neben der Bundesliga weitere Mannschaften auf Landes-, Bezirks- und Gauebene. Neben den Männerklassen M1, M2 und M3 spielen auch Damen- und Jugendmannschaften Faustball.

In Grebenstein wurde in einer Sitzung der Fußballabteilung des Vereins Deutsche Turnerschaft am 24. Februar 1922 ein Antrag zwecks Aufstellung einer Faustball- oder Schlagballmannschaft gestellt. Beschlossen wurde eine Faustballmannschaft. Spieler der ersten Stunde waren A. Vilmar, W. Scharf. W. Kepper, E. Gonnermann und H. Lindemann. Bereits am 3. Mai 1922 wurde eine Mannschaft dem Bezirk gemeldet. Eine 2. Mannschaft wurde am 7. März 1923 nachgemeldet. Der Spielbetrieb fand auf dem alten Sportplatz im Sauertal statt. Das ist der Platz, der heute als Hartplatz zur Verfügung steht. Am 1. Juni 1923 wurden die Bezirksmeisterschaften erstmals in Grebenstein ausgetragen. Bezirksmeister wurde die 1. Mannschaft von Grebenstein.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde der Spielbetrieb unterbrochen. Nach Kriegsende wurde mit Genehmigung der Alliierten am 20. Januar 1946 der heutige TUSPO Grebenstein gegründet. Nun konnte auch wieder Faustball gespielt werden. Der erste Faustball wurde von Turnbruder Gibhardt zur Verfügung gestellt, der ihn trotz Kriegswirren in seinem Haus aufbewahrt hatte.

Wenn man in Grebenstein über Faustball spricht, fällt automatisch der Name Heinrich Lindemann. Heinrich Lindemann oder der “Chef” oder “Onkel Henner” war der Mann der ersten Stunde nach dem Krieg. Für seine Verdienste um den Faustballsport in Grebenstein wurde ihm anläßlich des 50jährigen Bestehens der Faustballabteilung am 1. Dezember 1973 die Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes verliehen. Außerdem wurde er zum Ehrenmitglied im TUSPO Grebenstein ernannt.

Faustball wurde Sonntagmorgens ab 8 Uhr auf dem alten Sportplatz im Sauertal gespielt. Die Spielgeräte (Stangen, Leine, Ball) wurden in der Neuen Straße beim “Chef” aufbewahrt. Dieser musste dann jeden Sonntag die Spielgeräte von zu Hause ins Sauertal tragen. Um den Spielbetrieb etwas attraktiver zu gestalten (Serienspiele oder Spieltage gab es noch nicht), wurden Freundschaftsspiele mit benachbarten Vereinen vereinbart.

Da zunächst in Grebenstein noch keine Halle zur Verfügung stand, fand der Übungs- und Trainingsbetrieb nur in den Sommermonaten und auch nur bei gutem Wetter statt. Deshalb wurde von den Faustballspielern im Jahre 1959 ein Kegelclub gegründet. Gekegelt wurde auf der Kegelbahn im Saal Keinschmidt. Das war eine willkommene Abwechslung in der nassen und kalten Jahreszeit.

Im Jahre 1965 wurde die Kultur- und Sporthalle im Sauertal eingeweiht. Um in der neuen Halle trainieren zu können, wurde am 28. Dezember 1964 die Sparte Faustball im TUSPO Grebenstein gegründet. Zum ersten Spartenleiter wurde Heinrich Lindemann gewählt. Weitere Spartenleiter im Laufe der Jahre waren Günter Hunold, Kurt Thele, Heinrich Hunold, Heinz Osterberg und seit einigen Jahren Thomas Stang.

Faustball wird in Hallen oder im Freien gespielt. Im Freien ist das Feld 20x50 Meter groß. Die Spielfläche wird durch eine zwei Meter hohe Leine in zwei Felder geteilt. Pro Mannschaft spielen fünf Mann. Während des Spiels kann beliebig ausgewechselt werden. Die Spielzeit beträgt zweimal 15 Minuten.

Seit Bestehen der Bezirksklasse Nord nahmen auch Mannschaften der Faustballabteilung des TUSPO Grebenstein am Spielbetrieb teil. Der erste Klassenleiter war der Grebensteiner Sportfreund Kurt Thele. Gespielt wurde an mehreren Spieltagen. Neben den Serienspielen wurden auch Faustballturniere benachbarter Vereine besucht. Im Jahre 1969 wurde zum Andenken an Sportfreund Willi Koch das Willi-Koch-Gedächtnis-Faustballturnier im Sauertalstation durchgeführt.

In den 70er und 80er Jahren hatte die Sparte Faustball viele sportliche Erfolge zu verzeichnen. Gewonnen wurden die Gaumeisterschaften in den Hallenserien 74/75, 75/76, 77/78. Im Spieljahr 78/79 wurde die 1. Mannschaft Gaumeister und die 2. Mannschaft Gauvizemeister. Im Jahre 1983 wurde die Mannschaft des TUSPO Grebenstein Bezirksmeister der Klasse M3. Bei den anschließenden Spielen zur Hessenmeisterschaft belegte die Mannschaft einen hervorragenden 3. Platz. Für diese guten Leistungen wurden die Spieler dieser Mannschaft anlässlich der Jubiläumsfeier zum 60jährigen Bestehen vom 1. Vorsitzenden des TUSPO Grebenstein Karl Fahrensohn mit einer Plakette und Urkunde geehrt. Anfang der 90er Jahre fanden zum Gedenken an den "Chef" der Faustballer die Heinrich-Lindemann-Gedächtnis-Turniere statt.

Neben den sportlichen Aktivitäten verstanden es die Faustballer auch immer, die Geselligkeit zu pflegen. Und so wurde auch die Jubiläumsfeier "75 Jahre Faustball in Grebenstein" zu einem Ereignis, an das sich die Teilnehmer sicher gern erinnern werden.

 
Home page » Abteilungen » Faustball